Weihnachten Zuhause

Auf dem Handzettel zum Download findet ihr 7Tipps, wie man das Weihnachtsfest auch zu Hause gut feiern kann, mit Anregungen für eine Familienandacht im Wohnzimmer, Esszimmer oder Garten. 


Es begab sich zu unserer Zeit…

Es begab sich zu unserer Zeit, dass ein Gebot ausging, dass alle Welt auf Abstand gehen sollte. Ein jeder sollte möglichst viel zu Hause bleiben und nur in kleinen Gruppen zusammenkommen. Und diese Abstandsregeln waren die allerersten seit wir denken können. Und sie geschahen zu der Zeit, die Du und ich gerade erleben. 

 Da machten sich viele nicht auf in die Gottesdienste, weil sie zu Hause sein wollten oder mussten. Und zu Hause feierten sie Heiligabend und sie erlebten das Fest. Und sie begingen es ganz für sich oder im kleinen Kreis, denn sie hatten sonst keine großen Runden einzuladen. Und es waren Nachbarn in derselben Gegend in den Gärten, an den Fenstern und an den Zäunen. Und auch sie waren immer nur wenige Personen. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen – und ihnen war bange ums Herz. Doch der Engel sprach zu ihnen: Habt keine bange! Ich bringe Euch große Freude. Denn Euch ist heute ein Kind geboren: Jesus, Freund der Menschen. Heiland. Licht der Welt. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet ihn finden in Eurem eigenen Leben. Überall, wo es Glaube gibt, Hoffnung und Liebe, da ist er bei Euch. In den Wohnzimmern, in den Gärten, an den Fenstern und Zäunen. Darum nochmal: Fürchtet Euch nicht. Feiert, als wäre es das erste Mal. Gott geht nicht auf Abstand. Er ist da. Als das die Menschen hörten, wurden sie froh. 
Manche bewegten das still in ihren Herzen. Andere sagten es weiter. Und die gute Nachricht verbreitete sich: eine funkelnde, leuchtende Hoffnungskette.  
Wir wünschen Ihnen, gerade wenn Sie in diesem Jahr zu Hause sind, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest 2020!  
Ihre  
Christian Cordes, Superintendent  
und Christine Schmid, Ltd. Superintendentin 

7 Tipps für eine Familienandacht zu Hause in den Weihnachtstagen
  1. Der Ort
  2. Die Musik
  3. Der Ablauf
  4. Wer macht was?
  5. Verbunden durch Bilder?
  6. Verbunden zur gleichen Zeit?
  7. Online/Offline

Weihnachts-Andacht für Zuhause für Kinder und Familie

Die Weihnachtsgeschichte aus dem Koffertheater von Diakoniin Delia Kreuch aus dem  Familienzentrum

Mit Musik, Gebeten, Mitmachaktionen und Segen


1. Der Ort

Für eine Andacht braucht man keinen besonderen Ort. Ihr könnt sie überall feiern: Im Wohnzimmer, im Garten oder sogar im Kuhstall, wie Martin Luther einmal sagte. Damit ihr die besondere Stimmung erlebt, ist es aber ratsam, den Ort zu gestalten.   

Legt eine Tischdecke auf einen kleinen Tisch – vielleicht den Couchtisch. 

Stellte eine schöne Kerze auf. 

Vielleicht stellt ihr ein Krippenbild, Krippenfiguren oder einen Engel auf. 

Sucht eine Bibel, aus der ihr die Weihnachtsgeschichte vorlesen könnt. Vielleicht gibt es ja eine Familienbibel oder die Bibel aus Papas Konfirmandenzeit. 

Sucht Euch zusätzlich noch Kerzen, die ihr während der Andacht anzünden könnt.  

Vielleicht habt Ihr ein kleines Glöckchen oder ihr nehmt ein Weinglas mit etwas Wasser und einen kleinen Löffel als Glocke. 


2. Die Musik

Überlegt Euch vorher, welches Eure Lieblingsweihnachtslieder sind, die ihr gern singen wollt. Ihr könnt auch Eure Großeltern, Patentanten, Patenonkel oder andere Menschen fragen, welche Lieder sie besonders mögen. Vielleicht kann euch jemand auf einem Instrument begleiten.  

Auf dieser wunderbaren Homepage könnt ihr auch nach Liedern suchen:  

www.liederprojekt.org 

Ihr könnt die Lieder sogar mit Noten ausdrucken, Euch das Lied von sehr guten Sänger*innen vorsingen lassen oder euch die Mitsingfassung für euren eigenen Gesang abspielen.


3. Der Ablauf

Die Andacht wird besonders schön, wenn ihr Euch vorher verabredet, was darin vorkommen soll. Der Ablauf könnte zum Beispiel so aussehen:  

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“  Christen und Christinnen auf der ganzen Welt beginnen mit diesen Worten. Einige bekreuzigen sich. Hier könnte ein Kind das Glöckchen erklingen lassen.   

Oder einer spricht einen Gruß: „Der Friede Gottes sei mit Euch.“ Versprochen: Gott kommt! 

Stimmt ein fröhliches Weihnachtslied an. 

Betet gemeinsam einen Psalm – z.B. den Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) oder den Weihnachts-Psalm 96. (Unter www.bibleserver.com findet ihr viele unterschiedliche Übersetzungen). Gerne kann man einen Psalm auch kürzen. 

Singt ein zweites Lied. 

Lest die Weihnachtsgeschichte vor. Ihr findet sie im Neuen Testament beim Evangelisten Lukas im 2. Kapitel. Oder in der Sonderbeilage der Landeszeitung von Heiligabend. Oder ihr fragt Rabbi Google. 

Wenn ihr kleine Kinder habt, ist es besonders schön, aus einer Kinderbibel mit Bildern vorzulesen. Oder ihr habt Krippenfiguren und erzählt damit die Geschichte. 

Da die Geschichte nicht kurz ist, könnt ihr sie mit einem Lied unterbrechen  (Z.B. „Hört der Engel helle Lieder“, nachdem die Engel gesprochen und gesungen haben. Oder „Kommet ihr, Hirten…“, wenn die Hirten in der Geschichte vorkommen) 

Zündet Kerzen an und denkt an die Menschen, mit denen ihr gern zusammen sein würdet. Formuliert Eure Sorgen und Wünsche als Gebet.  Zum Beispiel „Lieber Gott, wir bitten dich für Oma Margot,…“ oder „Himmlischer Vater, wir bitten dich für Onkel Heinz“. 

Gerne denkt auch an die Menschen, denen es besonders schlecht geht. 

• Betet gemeinsam das Vaterunser.  

• Am Ende der Andacht spricht jemand den Segen.  Zum Beispiel:  

„Gott segne und behüte uns. Amen“  

Oder:  

„Der allmächtige und barmherzige Gott schenke uns ein fröhliches Weihnachtsfest. Er segne und behüte uns als Familie. Amen.“ 

 Oder auch mit den klassischen Worten: 

 „Der Herr segne und behüte uns. Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über uns und sei uns gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen. 

• Jetzt könnt ihr noch ein Schlusslied singen. In den Christvespern singen wir am Ende immer „O Du Fröhliche“.  


4. Wer macht was?

Für einen schönen Ablauf ist es das Beste, wenn ihr vorher verabredet, wer welche Aufgabe übernimmt.  

• Wer gestaltet den Raum?   

• Wer hat Liederbücher organisiert oder einen Liedzettel vorbereitet. 

• Wer spricht den Gruß am Anfang?  

• Wer stimmt die Lieder an?  

• Wer leitet das Psalmgebet?  

• Wer liest die Weihnachtsgeschichte?   

Vielleicht mit verteilten Rollen  
Erzähler, Engel, Hirten 

• Wer leitet das Gebet für andere an?  

• Wer zündet die Kerzen an?  

• Wer stimmt das Vaterunser an? 

• Wer spricht den Segen?  


5. Verbunden durch Bilder

Besonders eindrucksvoll ist es, wenn ihr die Menschen, die eigentlich jetzt bei Euch sein sollten und diejenigen, an die ihr besonders denkt, mit einem Foto bei der Andacht präsent habt. Sucht Euch ein paar Fotos und stellt sie mit auf Euren Andachtstisch. Aneinander Denken geht aber auch ohne Fotos. Und gerne könnt ihr auch Fotos aufstellen von Menschen, die zusammen im Himmel mit den Engeln singen. 


6. Verbunden zur gleichen Zeit

Verabredet Euch mit Freunden, zur gleichen Zeit die Andacht zu feiern. Vielleicht feiern eure Großeltern oder andere Verwandte  auch Zuhause, ob hier in Lüneburg oder wo auch immer. Dann verabredet eine Zeit und ihr wisst, dass ihr jetzt besonders verbunden seid. Denkt an die Zeitverschiebung in Brasilien oder Neuseeland. Ihr könnt auch mit Freunden und Nachbarn eine Uhrzeit verabreden, zu der ihr vor Euren Häusern das gleiche Weihnachtslied singt. So kann man gemeinsam singen und doch den Infektionsschutz einhalten. Da würde sich auf jeden Fall „O du fröhliche“ anbieten. 


7. Online/Offline

Stellt die Handys und das Telefon auf lautlos, damit die Konzentration auf die Andacht besonders gut gelingt Gebet der Sillen Nacht die Chance, heilig zu werden. Gerade kleine Benachrichtigungen oder Anrufe können euch Euch aus der Gemeinschaft herausreißen.  Für alle anderen Störungen habt eine große Gelassenheit: aufgeregte oder kleine Kinder werden vielleicht nicht so konzentriert sein, wie ihr es euch wünscht. Das macht nichts. Im Stall war es bestimmt auch ganz wuselig und irgendein Schaf hat bestimmt immer geblökt. Und schwarze Schafe gehören auch zur Familie. 

Ich wünsche Euch und Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest 

Stephan Jacob, Pastor in St. Michaelis  

P.S.:  Das Friedenslicht aus Bethlehem kann in der Gartenkirche in der Werner-von-Meding-Straße mit einer Kerzen in einem windgeschützten Glas ab sofort unabhängig von Zeiten abgeholt werden, außer Heiligabend im Zeitraum zwischen 12 – 19 Uhr. 

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